Am letzten Wochenende fand in Frankfurt a.M. das Internationale Judojugendturnier Adler Cup 2017 statt. Für zwei Tage lagen 1634 Meldungen in sieben Altersklassen vor.

Mathilda startete am Samstag in der Gewichtsklasse -63kg der weiblichen U15, in der insgesamt zehn Kämpferinnen aus Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden antraten.
Nach einem Freilos für den ersten Kampf ging es in der Auftaktbegegnung gegen eine Kämpferin aus Cottbus, die Mathilda mit einer Hüftechnik zu Boden bringen und mit dem anschließenden Haltegriff rasch besiegen konnte.
Deutlich spannender war die zweite Begegnung gegen eine Kämpferin aus Landau, die ihrerseits zuvor schon Kämpferinnen aus Offenbach und Dronten besiegt hatte. Die Gegnerin begann dominant und setzte rasch zu einem gut vorbereiteten und gefährlichen Uchi-Mata an. Es war sehenswert wie Mathilda die Technik der Gegnerin aufnahm und in einen eigenen Uchi-Mata-Sukashi verwandelte. Der frühe Sieg blieb ihr dennoch verwehrt, weil diese Techniken in der Altersklasse U15 nicht gewertet werden. So wurde der aktionsreiche Kampf fortgesetzt, bis Mathilda schließlich einen Ko-Uchi-Gari erfolgreich durchsetzen konnte.
Die Finalbegegnung gegen eine Brittin konnte Mathilda dann wieder rasch mit einer links geworfenen Hüfttechnik für sich entscheiden und so den Sieg in der Altersklasse U15 davontragen.

In der Altersklasse U14, enden die Gewichtsklassen niedriger und so fand sich Mathilda am Sonntag in der nach oben offenen +57kg-Klasse wieder — gemeinsam mit 15 weiteren Kämpferinnen.
Die erste Begenung gegen eine Maintalerin entschied Mathilda rasch durch einen Armhebel.
Nach einer konsequent durchgehaltenen Kombination von O-Soto-Gari- und Ko-Uchi-Gari-Ansatz mit einem abschließenden Tani-o-Toshi endete
auch der zweite Kampf mit einer Gegnerin aus Leer rasch mit Ippon.
In der dritten Begegnung traf Mathilda auf eine niederländische Kämpferin aus Dronten. Beide Kontrahentinnen neutralisierten sich über weite Strecken. Einmal konnte Mathilda zwar mit einer Hüfttechnik werfen, diese Aktin wurde jedoch durch die Richter wegen Verlassens der Matte unterbrochen. Schließlich musste der Kampf nach Ablauf der regulären Zeit im Golden Score fortgesetzt werden und endete erst nach 4 1/2 Minuten mit einem Ko-Uchi-Gari, der Mathilda einen Wazaari und damit den Sieg einbrachte.
In der Finalbegegnung gegen eine sehr schwere Kämferin aus Thüringen agierte Mathilda dann überlegt und geschickt. Nach Technikansätzen zog sich Mathilda immer wieder rasch zurück und gab der Gegnerin so keine Gelegenheit, ihren Gewichtsvorteil auszuspielen. Durch einen der Wurfversuche ging die Gegnerin schließlich zu Boden. Das brachte Mathilda zwar keine Wertung, sie setzte im Bodenkampf aber hartnäckig nach und konnte den Kampf mit einem Armehebel beenden.
Nach dem Vortageserfolg konnte sich Mathilda so über eine zweite Goldmedaille freuen.

Doppelgold für Mathilda Niemeyer