Hattingen. Am Ende wurde es doch noch einmal richtig eng. Doch letztlich hat es die Judo-Mannschaft des 1. JJJC Hattingen geschafft, sie kämpft auch in der nächsten Saison in der Landesliga. Und das war das angestrebte Ziel.

 

Spannend war es noch einmal geworden, weil der vorletzte Kampftag für die Hattinger nicht nach Wunsch gelaufen war. „Wir hatten uns in Castrop-Rauxel schon etwas ausgerechnet“, sagt Andreas Weber, der Vorsitzende des 1. JJJC Hattingen. „Doch dann hatten wir Pech, weil mit Cedric Huse und Schwergewichtler Fabian Matschinsky zwei  Kämpfer verletzungs- oder krankheitsbedingt ausgefallen sind. Gegen Tabellenführer Iserlohn hätten wir natürlich auch in Bestbesetzung nichts geholt, doch ich denke, dass die Judoka Rauxel schlagbar waren.“

Die Situation war zwischenzeitlich also schon etwas angespannt, die Hattinger standen am letzten Kampftag unter Druck. Aus dem ostwestfälischen Welver mussten sie Zählbares mitbringen, wenn es nicht wieder gleich runter in die Bezirksliga gehen sollte. Der TuS Lendringsen und das gastgebende Judoteam Ostwestfalen waren die Gegner am letzten Kampftag. Gegen die Mannschaft aus Ostwestfalen, die die Saison schließlich auf dem vierten Tabellenplatz beendete, hatten sich die Hattinger nicht viel ausgerechnet. Aber es galt, den Tabellenletzten TuS Lendringsen auf Distanz zu halten.

Und es wurde dann zu einer richtigen Zitterpartie. Denn Cedric Huse verlor gleich den Auftaktkampf. Letztlich reichte es dann aber doch zu einem 4:3-Sieg für die Hattinger. Den entscheidenden vierten Punkte holte schließlich Luca Zysk in der Klasse bis 73 kg.

Tobias Viehweg gehört zu den absoluten Leistungsträgern der Mannschaft. „Ich kann mich überhaupt nicht daran erinnern, wann er zuletzt einmal verloren hat“, sagt Andreas Weber, der jetzt darauf hofft, dass sich die Mannschaft in der Landesliga weiter etablieren kann. „Wir sind ja erst in der vergangenen Saison aufgestiegen. Dass wir jetzt erst einmal dringeblieben sind, war ganz wichtig“, so Weber.

Am Tag nach den Kämpfen der Hattinger hätte Olsberg zwar noch einmal vorbeiziehen können, doch letztlich blieb es für den Judo-Club beim drittletzten Platz. „Uns war aber eigentlich klar, dass es Olsberg nicht mehr schaffen würde“, sagt An­dreas Weber. „Wir wissen jetzt zwar noch nicht, ob eine oder zwei Mannschaften aus der Liga absteigen werden, aber drei werden es mit Sicherheit nicht sein.“

Landesliga

Zwei 17-Jährige im Kader

Der Judo-Club stellte in dieser Saison eine junge Mannschaft – so gehören die beiden 17-Jährigen, Bastian Maus und Simon Kremer, fest zum Kader. „Der Sprung von der Jugend in die Männer-Mannschaft ist natürlich kein kleiner, aber die Jungs machen das sehr gut“, sagt Trainer Thomas Agricola, und An­dreas Weber fügt hinzu: „Wir setzen ja auch gerade auf Kämpfer aus dem eigenen Verein. Mal schauen, wie sich die ganze Sache weiter entwickelt. Vielleicht können wir in zwei, drei Jahren nach oben schauen. Aber zurzeit fühlen wir uns in der Landesliga sehr wohl.“

Heiner Wilms

Judo-Club macht es spannend | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/hattingen-sprockhoevel/judo-club-macht-es-spannend-id11302398.html#plx410622094

Judo-Club macht es spannend