Hattinger Mannschaft
Hattinger Mannschaft

Zum 18. Mal trafen sich Judoka aus ganz NRW in Hattingen, um gemeinsam mit einem letzten Turnier das Jahr ausklingen zu lassen. Die Besonderheit beim 1. JJJC: Männer und Frauen treten gemeinsam an, das gibt es sonst nicht. Und im Gegensatz zu den restlichen Wettkämpfen im Jahr, geht es den meisten Teilnehmern nicht ums Gewinnen, sondern darum, Erfahrungen zu sammeln und das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der und zwischen den Mannschaften zu genießen.

„Wir hatten die Idee vor 19 Jahren“, erinnert sich Andreas Weber, Vorsitzender des 1. JJJC Hattingen. Eigentlich gab und gibt es gemischte, neudeutsch „Mixed“-Turniere,  nur auf einzelnen Wettkämpfen, „als Schmankerl“, wie Weber sagt. Dass die Hattinger mit der Idee einen Nerv trafen, zeigt sich bis heute. Seit den bescheidenen Anfängen, als fünf Mannschaften auf der Matte standen, hat sich das Teilnehmerfeld in den beinahe zwei Jahrzehnten auf ungefähr 15 Teams eingependelt. „Wir hatten auch schon 22 Mannschaften, aber das gab die Halle einfach nicht her, und außerdem saßen wir dann bis 22 Uhr hier“, sagt Weber.

Schwierig bleibt bis heute, die Ausgewogenheit der Mannschaften zu gewährleisten. Die Versuchung, mit einer halben Bundesligamannschaft aufzutauchen, war doch für einige Teams recht groß. Daher begrenzte man die Zahl der Judoka, die in höheren Ligen kämpfen, auf zwei pro Mannschaft. Der Rest kommt aus dem Breitensport oder niedrigeren Ligen. Auch der Frauenanteil ist vorgeschrieben: Eine neunköpfige Mannschaft muss vier Damen im Team haben.

Zwar steht der Spaß im Vordergrund, aber trotzdem werden die Kämpfe mit aller Ernsthaftigkeit geführt. Das mussten auch die jungen Hattinger Judoka feststellen. Weil sie die zweite Begegnung verloren,  war schon in der Vorrunde Feierabend. Andreas Weber beruhigt, die Nachwuchssportler sollen vor allem Erfahrungen sammeln: „Kämpfen kann man nur durch kämpfen lernen.“ Klingt logisch.

Tatsächlich steckt im Hattinger Team eine Menge Potenzial, da ist sich Weber sicher: „Wenn die dabei bleiben, wird das was.“ Einer, der ganz neu dabei aber schon ziemlich erfolgreich ist, ist Fabian Matschinsky. Der 22-Jährige darf

Thomas Wittig mit seinem Sohn
Thomas Wittig mit seinem Sohn

sich erst seit dem Jahresanfang den zweiten gelben Judogürtel umbinden.

Fabian Matschinsky stark

Trotzdem kämpft er schon in der Bezirksliga mit und war beim Mixed-Turnier sogar mit zwei Siegen einer der besten Hattinger Kämpfer.

Mehr Erfahrung hat Sven Gohrbandt: Er kämpfte jahrelang für den 1. JJJC, fuhr dafür 140 Kilometer zum Training. Da er jetzt in Aachen studiert, war es praktischer, dass er nun für die dortige Mannschaft antritt. Gohrbandt kommt aber immer wieder gerne zum Mixed Turnier nach Hattingen: „Bei normalen Turnieren ist man immer nur unter sich. Hier hat man mehr Kontakt, und auch das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb des Teams ist super.“ Und genau das war ja auch die Idee. Damals, vor 19 Jahren.

 

Weitere Fotos des Mixtunieres gibt es auf Linse’s Fotoseite!!!

18. Hattinger Mixturnier